Die  GALERIE JÜRGENSEN  

wurde 1999 gegründet. Sie befindet sich in einem alten Gehöft in einem unscheinbaren Dorf zwischen Hamburg und Lübeck mit weitem Blick in die bewegte Landschaft Holsteins. Sie verfügt über 200 m² Ausstellungsfläche,130 Stühle und einen Flügel. Mit dem Auto ist sie bequem in dreißig Minuten von Hamburg oder Lübeck aus zu erreichen.

Hier zeigt die Kunsthistorikerin Dr. Maren Holst-Jürgensen gegenständliche wie auch ungegenständliche zeitgenössische Kunst. Anfangs konzentrierte sie sich vornehmlich auf Maler, Graphiker und Bildhauer aus der traditionsreichen Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig. Es war und ist ihr ein Anliegen, diese renommierte Gruppe im norddeutschen Raum bekannt zu machen, und sie hat damit tatsächlich Pionierarbeit geleistet.

Inzwischen öffnet sich die Galerie Jürgensen mit ebensolcher Freude anderen Künstlern aus dem In- und Ausland. Regionale Künstler vertritt sie weniger, denn ihre exponierte Lage erfordert, etwas "Exotisches" zu zeigen und damit den Horizont zu erweitern oder - wie die Engläder es ausdrücken würden - "to put Schleswig-Holstein on the map". Ohne Ausnahme ist die Galerie bei jedem Ereignis sehr gut besucht. Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Künstler aus Belgien, Frankreich, Japan, Littauen, Nierlande, Polen, Schweiz, Spanien oder USA.

Die Vernissagen finden jeweils an einem Sonntag um 16 Uhr in Gegenwart der Künstler statt. In ihren einführenden Vorträgen betrachtet die Galeristin das Werk des jeweiligen Künstlers im aktuellen wie auch im historischen Kontext. Gerade diese kleinen kunst- und kulturgeschichtlichen Lektionen ziehen viele Besucher an und tragen maßgeblich zum Erfolg der Galerie bei. Über all die Jahre hat sich ein großes Stammpublikum versammelt, das sich nach dem Schneeballsystem und durch sorgfältige Pressearbeit ständig erweitert.

Aber auch die Musik spielt in der  GALERIE JÜRGENSEN  eine wichtige Rolle. Jede Vernissage wird von einem kleinen Konzert begleitet, das ebenfalls starke Anziehung ausübt. Hier haben junge, aufstrebende Musiker die Gelegenheit, sich vor einem sehr interessierten und kritischen Publikum auszuprobieren.

Zusätzlich zu den Vernissagen werden die großen Galeriekonzerte veranstaltet. Es sind immer Matinée-Konzerte jeweils an einem Sonntag um 11:30 Uhr. Jetzt steht allein die Musik im Mittelpunkt, während die Bilder den Raum schmücken. Mit diesen hochrangigen Konzerten soll Musikern, die sich bereits auf höherer Ebene qualifiziert haben, ein Podium bereitet werden, denn grundsätzlich haben sie leider viel zu wenig Möglichkeiten, ihre hohe Kunst auszuüben. Alle Konzerte werden von Ehepaar Jürgensen gesponsort. Der Besucher hat freien Eintritt. Etwaige Spenden im Geigenkasten kommen in vollem Umfang den Musikern oder Benefiz-Projekten zugute.

Die  GALERIE JÜRGENSEN  wirtschaftet rein privat, erhält also keinerlei öffentliche oder sonstige Fördermittel.  

Alle Künstler - Maler wie Musiker - werden im Hause Jürgensen beherbergt und versorgt.

Bitte, lesen Sie auch  

www.zeit.de/2010/18/KS-Provinz-Juergensen